Hört auf die Väterrechte über das Kindeswohl zu stellen!

Angesichts des kommenden Muttertages haben Eltern.deMama arbeitet und Mutterseelesonnig dazu aufgerufen, seinen eigenen Muttertagswunsch in die Welt hinaus zu schicken via #muttertagswunsch . Tolle Aktion!

In den letzten Jahren habe ich viele, viele Leidensgeschichten alleinerziehender Mütter und vor allem deren Kinder gelesen, gehört, gesehen. Jedes Mal war ich nicht nur fassungslos, jedesmal starb ein Stück des Glaubens an das Rechtssystem in mir. Mittlerweile kann ich sagen: Viel ist davon nicht übrig geblieben. Tot ist es allerdings noch nicht. Immerhin stirbt die Hoffnung zuletzt.

Ich lernte Mütter kennen, denen ihre Säuglinge sprichwörtlich von der Brust gerissen worden sind, nur weil der frisch getrennte Kindsvater es nicht einsah, dass die Mutter mehr Zeit mit dem Baby verbringen sollen darf, als er. Wozu zurückstecken? Das Baby verkraftet das schon!

Falsch!

Ich wünsche mir, dass offensichtliche Unterschiede zwischen Mann und Frau anerkannt und berücksichtigt werden! Gleichberechtigung in allen Ehren aber doch bitte nicht zu Lasten des Kindeswohls. Ich wünsche mir, dass gesehen und nicht missachtet wird, dass Babys von Natur aus eine engere Bindung zur Mama haben und dass diese aufrecht erhalten werden muss, damit sich das Kind sicher und geborgen fühlt.

Die Mutter ist diejenige, die ihr Baby 10 Monate lang unter ihrem Herzen trägt, die so eng mit dem Säugling verbunden ist, wie es die Natur möglich macht. Diese intensive Bindung bleibt auch nach der Geburt bestehen und wird durch das Stillen noch intensiviert.

Es ist tatsächlich ein Verbrechen, das Kleine der Mutter zu entreißen. Denn schaut man sich an, was ein Neugeborenes sich wünscht, ist es nichts anderes, als so nah wie nur möglich bei seiner Mutter zu sein. Doch zugunsten der Väterrechte wird dieses Bedürfnis nach Sicherheit und Geborgenheit ignoriert. Die Folgen sind schlicht und ergreifend Angst und Schrecken, die sich in den kleinen Köpfen manifestieren und spätere Besuche beim Kinder-Therapeuten nötig machen.

Weiter geht es im Kleinkindalter. Ich lernte 1,5-3jährige Kinder kennen, die keinerlei Bindung zu ihrem Vater hatten. Teilweise kannten sie diesen nicht einmal, andere nur flüchtig. Die meisten dieser Kinder schliefen noch nicht durch, sondern wachten nachts auf und riefen nach ihrer Mama – der einzigen Person also, die ihnen Sicherheit geben und ihnen wieder zu einem ruhigen Schlaf verhelfen konnte.

Trotzdem wurden diese Kinder gezwungen die Nacht ganz alleine und voller Angst bei dem ihnen fremden Mann zu verbringen. Was das mit kleinen Kinderseelen macht, brauche ich nicht weiter auszuführen.

Ich könnte die Liste der Beispiele lange, lange fortsetzen, in denen definitiv nicht im Sinne des Kindeswohls entschieden worden ist. Aber dann würde die Länge dieses Artikels wohl extreme Ausmaße annehmen.

Deshalb komme ich nun zur Kurzfassung meines Muttertagswunsches:

Ich wünsche mir, dass ab jetzt ausschließlich im Sinne des Kindeswohls entschieden wird. 

Jugendämter, Gerichte, Verfahrensbeistände, Gutachter und sonstige Beteiligte: Ich wünsche mir von euch, dass ihr aufhört Väterrechte über das Kindswohl zu stellen! Hört bitte, bitte auf, die Kinder kaputt zu entscheiden! ❤️

Das Ausmaß dessen was passiert, wenn diese so wichtige Bitte weiterhin ignoriert wird, könnt ihr schon jetzt ganz deutlich sehen: Unzählige Trennungskinder sind bereits in Dauertherapie.

Sollte nun auch noch das Wechselmodell im Gesetz verankert und zwangsangewandt werden, wird dieser Prozentsatz mit Sicherheit rapide ansteigen. Wir brauchen hierfür nur nach Frankreich zu schauen.

Die psychischen Erkrankungen in Deutschland steigen und steigen bis ins Unermessliche. Helft bitte mit, eine mögliche Notbremse dafür zu ziehen!

Vielen Dank!

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Was Trump mit der Situation von Alleinerziehenden zu tun hat

Was Trump und die Beziehung zwischen Deutschland und den USA mit der Situation von Alleinerziehenden und Trennungskindern zu tun hat:

Jeder hat die Bilder gesehen zwischen Angela Merkel und Donald Trump. Das Treffen, das so deutlich zeigte, wie es um die Beziehung zwischen Deutschland und den USA steht. Trump, der sich verhielt wie ein kleines, trotziges Kind. Merkel, die sich souverän, aber dennoch ratlos zeigte.

Denn: Wie soll man mit jmd. in Beziehung gehen, der das nicht möchte und sich völlig uneinsichtig zeigt, dem es lediglich um seine Machtposition geht, der sich narzisstisch, herrisch und entgegen des gesunden Menschenverstandes benimmt? Wie? Richtig – No Way! Das funktioniert einfach nicht!

Das sieht auch Frau Merkel. Sie erkennt aber ebenfalls, dass sie gezwungen ist, sich mit den USA in Beziehung zu begeben. Was tut eine schlaue Frau, wie Angela Merkel? Sie geht das Hintertürchen und lädt Trumps Tochter zum Frauengipfel nach Berlin ein. Das Mädel fühlt sich natürlich geehrt in so gehobener Runde sitzen und wohlmöglich sprechen zu dürfen und kommt der Einladung mit Freuden nach. Pluspunkt für Merkel. Wie es weiter geht wird sich zeigen.

Was hat der ganze Mist nun mit Alleinerziehenden oder gar Trennungskindern zu tun? Bist du selbst eine Single Mom, hast du’s längst gemerkt, worauf das Ganze anspielt:

In der Beziehung Deutschland – USA bzw. Merkel – Trump zeigt sich gerade prima exemplarisch, was Alleinerziehende tagtäglich durchmachen müssen. Mehr als die Hälfte der Single Moms gibt an, dass ihr Ex narzisstische Züge aufweist (um es sanft auszudrücken), dass die Kindsväter kleine oder größere Trumps sind. Die Mütter haben keine Wahl, sie werden gezwungen  mit diesen Männern in Beziehung zu gehen. Zum Kindswohl heißt es dann. Die Kinder werden nicht groß gefragt – auch sie müssen, ob sie wollen oder nicht, sie werden zum Kontakt mit ihren narzisstischen Vätern gezwungen! Ich erinnere nochmal: alles zum KINDSWOHL!

Worum geht es den Vätern dabei? Schaut euch nochmal Trump an, dann wisst ihr die Antwort: Klar! Es geht um Macht! Macht über die Mutter, die möglicherweise so dreist war, ihren narzisstischen Peiniger zu verlassen. Wie konnte sie das nur tun? Aber auch Macht über die Kinder, die vielleicht sogar ganz klar sagen: „Ich möchte bei Mama bleiben.“ Oder: „Mama hat das Richtige getan.“ Oder: „Ich will nicht zu Papa.“

Das kann der kleine, große Trump-Papa natürlich nicht auf sich sitzen lassen. Oft wird dann noch Macht auf die Mütter durch Beeinflussung der Kinder ausgeübt. Ganz großes Kino. Was das mit kleinen Kinderseelen macht, möchte ich mir gar nicht erst vorstellen.

Viele der Frauen haben jahrelangen psychischen und/oder körperlichen Terror hinter sich gebracht, bevor sie endlich den Mut aufbringen sich zu trennen. Und was passiert dann? Es geht weiter! Legalisiert von den deutschen Jugendämtern und Gerichten!

Jüngstes Armutszeugnis dessen: Die Stärkung des Wechselmodells auch GEGEN den Willen eines Elternteils. Logisch, wenn Papa oder Mama gezwungen werden Wechselfamilie zu spielen, hat das natürlich keine negativen Folgen für das Kind!

Deutschland mach die Augen auf! So kann es doch nicht weiter gehen. Wer kümmert sich denn um das Kind? Die Mutter, die tagtäglich vom KV terrorisiert wird. Dass dieser Terror Spuren hinterlässt, dürfte sogar Donald Trump klar sein und dass das Kind diese Spuren zu SPÜREN bekommt, auch!

Die terrorisierten Single-Moms haben leider keine Hintertür zu der Beziehung mit dem Kindsvater. Eine Ivanka Trump fehlt an dieser Stelle. Sie müssen da durch!

An die Vernunft der Väter zu appellieren, habe ich längst aufgegeben. Aber: Jugendamtsmitarbeiter, Richter, Verfahrensbeistände und Gutachter Deutschlands! Bitte geht in euch! Bitte! Entscheidet um Himmels Willen tatsächlich zum Wohle des Kindes! Ich bitte euch! Und wenn das nicht klar herauszufiltern ist, benutzt euren gesunden Menschenverstand und nicht unsinnig, widersprüchliche Paragraphen, die dringend Überarbeitung benötigen.

Danke! ❤️

Tag 2

7:20 Sohn wacht auf, will aber noch im Bett kuscheln.

7:40 aufstehen, abwechselnd Bad/Küche – Frühstück vorbereiten, duschen, Zähne putzen

8:00 Kind will sich schon mal in die Küche setzen und eine Maiswaffel essen. Ich lasse ihn und putze in der Zeit Zähne.

8:10 Waschmaschine beladen und einschalten.

8:15 Hilfeschrei aus der Küche, Kind kommt nicht aus seinem Stuhl raus. Ich helfe ihm. Danach läuft er schnurstracks zum Laptop und möchte etwas gucken. Ich gewähre es, um gleichzeitig sein erstes Spray mit ihm zu inhalieren. Danach anziehen, Haare kämmen.

8:30 Frühstück für Kind fertig machen. Für mich gibt es eine heiße Zitrone – Halsschmerzen. Noch während des Frühstücks fange ich zu arbeiten an.

8:50 wickeln und anziehen, Kind bleibt windelfrei

9:00 arbeiten, Kind weint ständig und will kuscheln, es geht ihm nicht gut

9:45 ich ziehe ihm eine Stoffwindel an. Er wollte andauernd mit mir zum Töpfchen, hat aber nicht reingemacht. Das kostet zu viel Zeit.

9:50 Er will etwas auf dem Laptop gucken. Ich lasse ihn und inhaliere das zweite Spray. Anschließend stelle ich Reis auf den Herd.

10:10 Ich gehe in die Küche und kümmere mich um das Mittagessen.

10:18 Mein Junge kommt hinterher und will beschäftigt werden. Ich nehme ihn auf den Arm, schalte den Herd runter und setze mich mit ihm auf die Couch zum kuscheln.

10:30 Essen abschmecken und noch etwas abkühlen lassen, Küche aufräumen, bis zum Mittag essen mit Sohn spielen

11:00 Mittag essen – Kind möchte nicht essen, jammert, kuschelt, weint, ist müde.

11:30 Nach ein paar Rosinen ist er wieder besser drauf und spielt. Ich versuche zu arbeiten. Der verdammte Server ist down, gerade jetzt, wenn sich der Kleine mal 5 Minuten selbst beschäftigt. Ich fange mit Aufgaben für einen anderen Auftraggeber an.

12:00 Mittagsschlafkuscheln

12:15 Kind schläft, ich arbeite 

12:50 Er wacht kurz auf, schläft mit meiner Hilfe wieder ein, unruhig.

13:00 erneutes Aufwachen, ich gebe auf und bleibe bei ihm liegen

13:20 endgültiges Aufwachen wieder mit weinen. Ich lenke ihn ab und führe anschließend ein Telefonat. Mein Sohn beendet es mit erneutem Weinen. Birne hilft. 

14:00 Wäsche aufhängen, Sohnemann und mich selbst langsam fertig machen, Sohn hat wieder erhöhte Temperatur, mir wird übel

14:45 einkaufen

15:16 auf den Bus warten 

15:35 Ankunft Bürgeramt, Anmeldung, Sohn fängt an zu weinen, ich ziehe ihn aus, tröste und lasse ihn mit einem Kuli auf unserer Anmeldung herum malen. Das hilft.

16:15 wir kommen endlich dran, Kind ist sehr unruhig, es dauert alles ewig, ich beruhige ihn mit ein paar Mini-Brezeln

16:30 Sohn hat jetzt einen Reisepass, Rückweg

17:00 Wir sind zurück. Ich verstaue die Einkäufe, gehe mit Sohn Hände waschen und merke, dass er die Windel voll hat 

17:15 Windel wechseln, Fieber messen, er ist so warm: 38,8. Shit!

17:30 Abendbrot essen, Sohn wechselt ständig zwischen quengelig und gut gelaunt, danach Geschirr wegräumen und Küche sauber machen 

18:00 Flutide inhalieren, Zähne putzen, ich stelle den Robo nochmal an, weil ich es morgen früh nicht schaffen werde, dann putze ich selbst Zähne und wasche mich.

18:30 Windel aus, Fieber messen: 39,2, frische Windel an, Schlafi an 

18:50 Spray Nr. 2 inhalieren, Katzenklo sauber machen, selbst fürs Bett umziehen

19:26 Bett, Buch und schlafen legen

19:40 Kind schläft, ich stehe auf, um die Katzen zu füttern, gehe wieder ins Bett, muss früh raus – morgen kein Tagesprotokoll beschließe ich, bin den ganzen Tag unterwegs 

20:02 Kind wach hustend auf, schläft aber schnell wieder ein, als ich seine Hand nehme, Katze fängt an zu miauen. Verdammt! Das Abendbrot war wohl nicht nach ihrem Geschmack! Kind schläft zum Glück weiter.

20:09 Mit geschlossenen Augen ruft mein Sohn: „Mama, Mama, Mama“. Danach weint er. Ich rücke dichter und nehme seine Händchen. Katze miaut erneut lautstark. Was ist denn nur los mit ihr? 

20:17 Kind schläft wieder aber unruhig 

20:24 Sohn wacht erneut auf. Ich drehe durch. Angst vor der Nacht. Mein Schlafmangel reicht ohnehin schon einmal quer durch’s Universum und zurück. Morgen muss ich fit und konzentriert sein für mein Gespräch und etwaige Tests. Ich schalte das Handy aus und versuche zu schlafen.

20:36 Kind erwacht

21:10 Kind erwacht

23:02 Kind erwacht 

03:04 Kind erwacht 

5:24 Kind erwacht 

06:30 ich stehe auf – Kind schläft bis 08:20 weiter

Das Protokoll beginnt

7:00 Uhr aufstehen – ich bin völlig gerädert. Mein Sohn war stündlich wach. Wenn es hoch kommt, habe ich etwa 2 Stunden Schlaf bekommen. Nicht am Stück versteht sich.

7:05 Uhr – Kind wird wach, fängt an zu weinen. Ich tröste ihn. Er ist noch sehr verschleimt. Gestern war sein erster fieberfreier Tag. Er wird noch zu Hause bleiben müssen, zumal die Kita in dieser Woche vor Ostern ohnehin nur Notbetreuung bis um 16Uhr anbietet. Kita-Schließzeiten harmonieren definitiv nicht mit dem Leben von Alleinerziehenden.

7:10 – Kind hat sich beruhigt. Wir stehen auf. Ich gehe ins Kinderzimmer, um die Umstandsleggings herauszusuchen, die ich verkaufen will. Jemand hatte nach den genauen Marken gefragt

7:15 – Sohn fängt an zu weinen, weil ich ihm nicht die volle Aufmerksamkeit schenke.

7:20 – Sohn ist halbwegs beruhigt. Ich gehe ins Bad, um mich zu duschen. Sohn bekommt Früchteriegel in die Hand, in der Hoffnung, so in Ruhe duschen zu können. Es klappt. Dafür gibt es großes Drama beim Zähneputzen, weil er nicht mit den schmutzigen, nassen Stoffwindeln spielen durfte. Schließlich halte ich meinen über 11kg Sohn mit dem einen Arm, während ich mit dem anderen meine Zähne putze.

7:45 – Wir gehen in die Küche, um dem Kleinen Frühstück zu machen. Ich verzichte zur Zeit auf einen Teil der Mahlzeiten, damit er genug zu essen hat. Das Geld ist knapp. Den Kleinen stelle ich in seinen Learning Tower Marke Eigenbau. Ich mache mir einen Schwarztee und ihm Haferflocken mit püriertem Apfel.

8:00 – Frühstück essen. Katzen füttern.

8:15 – Ich schalte meine letzte große und sinnvollste Anschaffung ever an – unseren Staubrobotor. Danach ziehe ich meinem Sohn seine Schlafsachen aus, wasche und wickle ihn und ziehe ihn an. Es klappt überraschend reibungsfrei.

8:30 – Ich setze mich an den Laptop um zu arbeiten. Der Sohn ist mit seinen Spielsachen beschäftigt. Das muss ich ausnutzen.

8:35 – Sohn drückt den Aus-Knopf des Laptops – zum Glück nicht lange genug, so dass er nur im Ruhezustand ist.

8:47 – Sohn kommt freudestrahlend mit einer Zitronenschale an, die er aus dem Müll gefischt hat. Ich bringe sie zurück, zeige ihm sein Spielzeug und mache mich wieder an die Arbeit.

8:59 – Verdammt! Ich habe vergessen mit dem Kleinen zu inhalieren. Nachdem ich ihm „Die Sendung mit dem Elefanten“ angemacht habe, inhaliert er das Flutide mehr oder weniger erfolgreich. Ich lasse ihn noch 5 Minuten gucken, räume während dessen etwas auf und schäle dem Kleinen eine – vor der Mülltonne eines Biomarktes gerettete – Möhre. Etwa die Hälfte unserer Lebensmittel sind von uns vor dem Wegschmeißen bewahrt worden.

9:10 – Ich mache die Kindersendung aus und führe den Kleinen zu seinem Rutschauto. Die Ablenkung klappt und ich mache mich wieder an die Arbeit.

9:15 – Mein Sohn kommt und will erneut den Aus-Knopf drücken. Ich schnappe mir seine Fingerchen und spaße ein wenig mit ihm rum. Zufrieden zieht er wieder ab. Ich bleibe überrascht zurück und arbeite, nachdem ich mich gefangen habe, weiter.

9:18 – Ich höre, dass mein Kleiner mit dem Staubrobotor spielt und wäge ab, ob ich ihn lassen sollte, um ungestört arbeiten zu können oder ob ich das Gerät lieber vor der Vernichtung rette. Ich entscheide mich für Letzeres. Nachdem ich mit ihm ein passendes Spielzeug aus der Kiste geholt habe, setze ich mich wieder an den Computer.

9:25 – Mein Pflichtbewusstsein meldet sich und ich rufe schnell die Kita an, um Bescheid zu geben, dass der Kleine noch krank ist. Ich versuche auf den AB zu sprechen, doch die Verbindung bricht ab. Ich rufe nochmal an. Das Besetztzeichen strapaziert meine Nerven. Also beschließe ich erstmal weiter zu arbeiten. Während dessen höre ich meinen Sohn ununterbrochen husten. Eine schnelle Genesung und damit die Möglichkeit ihn wieder in die Kita zu bringen scheint wohl nicht in Sicht.

9:45 – Mein Kleiner kommt mit einer offenen Windelpackung an. Ich lasse ihn spielen, um in Ruhe arbeiten zu können. Er holt die Hälfte der Windeln heraus und verteilt sie auf dem Wohnzimmerfußboden.

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10:20 – Ich gehe in die Küche um das Mittagessen zu kochen. Während die Pfanne heiß wird, räume ich die Windeln weg. Mein Sohn gibt mir zu erkennen, dass er eine volle Windel hat. Ich werfe zwei Puffer in die Pfanne, drehe den Herd runter und wickle ihn. Dann wende ich die Puffer und wasche die Windel aus. Im Bad gib es wieder Tränen. Ich stelle meinen Sohn in den learning tower in der Küche und püriere gerettete Äpfel. Danach versuche ich noch einmal die Kita zu erreichen. Dieses Mal lässt mich der AB meinen Text zu Ende sprechen.

11:10 Mittagessen

11:25 Abräumen, Geschirrspülmaschine aus- und einräumen. Mein Sohn hilft. Anschließend koche ich mir einen YogiTea. Auf dem Schild des Teebeutels steht: „Es gibt nichts Wertvolleres als Selbstvertrauen.“ Ich bin anderer Meinung und gehe zum Laptop.

11:35 arbeiten – mein Sohn räumt den Tupperware-Schrank aus.

11:45 Ich räume den Schrank wieder ein und versuche mit meinem Sohn sein zweites Spray zu inhalieren. Er will nicht. Es ist ein einziger Krampf.

12:08 Kind muss gewickelt werden, danach Mittagsschlaf. Er weint, hört aber auf, als wir uns zusammen ins Bett kuscheln.

12:28 schläft er. Ich rufe einen potentiellen neuen Auftraggeber an, der mir eine Bestätigung für unser Vorstellungsgespräch am Mittwoch schuldig ist.

12:40 arbeiten

12:47 Kind fährt schreiend aus dem Schlaf hoch, ich eile zu ihm und helfe ihm wieder einzuschlafen.

12:52 arbeiten

13:18 Mein Sohn ist erneut schreiend aufgewacht. Ich bleibe mit ihm im Bett liegen und arbeite so gut es geht auf dem Handy weiter.

14:40 Mein Sohn wacht auf. Ich überlege, wann er das letzte Mal so lange Mittagsschlaf gemacht hat. Die unruhige Nacht und seine noch nicht komplett auskurierte Erkältung werden wohl dafür verantwortlich sein. Er weint, ich tröste und mache ihm anschließend Vesper. Er isst nur ein paar Krümel. Sehr ungewöhnlich für ihn.

15:00 Anschließend gebe ich ihm die letzten Löffel von seinem Zwiebelsaft.

15:10 Morgen haben wir einen Termin, um einen Kinderreisepass zu beantragen. Ich vergewissere mich, dass ich alle Unterlagen habe, die wir dafür brauchen und Hefte noch das Passbild meines Sohnes dazu. Es ist vom Dezember letzten Jahres, unseren letzten Termin im Januar musste ich wegen Krankheit absagen. Die Kitaviren hatten uns damals beide umgehauen.

15:15 Ich überweise den fälligen Betrag für meine Rechtschutzversicherung für Selbständige. Anschließend habe ich Magenschmerzen. Die Summe ist angehoben worden und ich überlege erneut, ob diese Versicherung wirklich sein muss.

15:18 Meine Sorgen sind schnell vergessen, als es plötzlich scheppert und der Rest des Vespers unter dem Tisch liegt. Ich mache sauber und atme durch.

15:25 Ich ziehe meinen Sohn warm an, denn um halb4 kommt die Känguru-Frau. Neben der Kita ist sie meine einzige Entlastung. Einmal die Woche nimmt sie den Kleinen für bis zu drei Stunden. Oft musste auch das ausfallen, weil er krank war.

15:32 Ich sehe meine gute Seele schon vom Fenster aus und gehe ihr mit dem Kleinen entgegen. Übergabe! Durchatmen!

15:40 arbeiten

16:30 Auszeit – lesen

16:50 Sohn und Känguru-Frau sind zurück. Sohn will sofort zu mir und nicht mehr weg. Beim Versuch weint er. Känguru-Frau tröstet ihn aber lieb und lenkt ihn mit Spielzeug ab. Es gelingt.

17:15 Ich bereite das Abendbrot für uns vor.

17:30 Abendbrot essen

17:45 Geschirr weg räumen, Küche sauber machen, Katzen füttern

18:00 Zugticket für Mittwoch ausdrucken / Inhalation mit Sohnemann

18:10 Zähne putzen und waschen – Sohn und ich

18:20 Känguru-Frau macht Kind bettfertig

18:30 Känguru-Frau verabschieden

18:40 nächste Inhalation 

18:58 Fingernägel des Kleinen schneiden

19:00 Sohn ins Bett bringen / Buch lesen / Lied singen / hinlegen

19:56 Sohn schläft aber sehr leicht und unruhig. Ich beschließe bei ihm im Bett zu bleiben. Er würde sonst direkt wieder aufwachen.

20:00 Ich lese ein EBook auf dem Handy.

20:14 Kind wacht schreiend auf, hustet viel und bekommt schlecht Luft

20:24 Sohn schläft wieder. Ich kaufe und bezahle eine Wasserspielstraße für den Sommer via Kleinanzeigen. Danach lese ich weiter.

20:38 Der Kleine wacht erneut auf. Mithilfe seines Sleep Sheep-Gerätes kann ich ihm um 20:44 beruhigen.

20:50 Ich habe Hunger und schleiche raus um etwas zu essen.

21:06 Nachdem ich halbwegs gesättigt bin von dem, was der Kleine beim Vesper und Abendessen übrig ließ, wage ich es eine Serie anzuschalten. Er jammert ein paar Mal, wird aber nicht richtig wach.

22:00 Ab ins Bett. Kann lange nicht einschlafen. Zu viele Sorgen und Ängste kreisen in meinem Kopf.

22:24 Sohn wird wach, schläft aber schnell wieder ein.

22:38 Er wacht erneut auf.

23:20 Sohn wacht auf.

1:32 Sohn wacht auf.

4:30 Sohn wacht auf.

5:30 Sohn wacht auf.

Wer wir sind & warum wir unser Leben teilen

Was das soll:

Dieser Blog entstand aufgrund eines Aufrufs, 48 Stunden lang Einblick in sein Leben als Alleinerziehende zu geben. Die Idee fand ich super aber nicht ausreichend. 2 Tage sind einfach zu kurz.

Ich versuche die Aktion zu verlängern, kann aber nicht voraussagen, ob mir das tatsächlich gelingen wird. Die Gründe sind offensichtlich. Wenn nicht – einfach mal einen Blick in den Blog werfen! 😉

Update:

Wie der aufmerksame Leser schon gemerkt hat, habe ich mich entschlossen, die Tagesprotokolle nicht regelmäßig zu veröffentlichen und schon gar nicht jeden Tag. Das ist einfach zu viel Arbeit in meinem ohnehin schon arbeitsreichen Leben als Single Mom. Ich behalte mir aber vor, hin und wieder den einen oder anderen Tag zu ergänzen, um weitere Einblicke in unser Leben zu gewähren.

Ansonsten werde ich mich – ebenfalls unregelmäßig – sicher zu dem einen oder anderen Blogeintrag zum Thema hinreißen lassen. Allein schon deshalb, um auf uns Alleinerziehende und unsere Situation aufmerksam zu machen.

Wer wir sind:

Wir,  das sind mein kleiner 1 1/2jähriger Sohn und ich, seine Mama, alleine von Anfang an. Schon zu Beginn der Schwangerschaft musste ich mich vom Kindsvater trennen. Wir kannten uns erst einen Monat, als ich schwanger wurde. Sein Alkoholismus und der ständige psychische und körperliche Terror hatten Überhand genommen, weshalb ich das heranwachsende Leben in mir und mich in Sicherheit brachte.

Bis hierher war es ein hartes Stück Arbeit und das ist es nach wie vor. Mein Sohn war bis zum 7ten Lebensmonat ein klassisches Schreibaby, die Probleme mit dem KV, der mich nun schriftlich tyrannisierte und die anderen Herausforderungen, mit denen ich während der Schwangerschaft zu kämpfen hatte, haben wohl ihren Teil dazu beigetragen. Jeder Tag mit meinem schreienden Baby war wie ein Klippensprung.

Ich kämpfte, ich kämpfte so sehr! Schreien lassen kam für mich nicht in Frage. Also stapfte ich durch den Sumpf der Burn Outs, des unbändigen Schlafmangels, funktionierte nicht mehr wie ein Mensch aber wie eine Maschine, die täglich ihr Programm abfährt.

Hilfesuche beim Jugendamt, Wellcome und Co. scheiterten. Niemand nahm die Situation wirklich ernst. Beratung bot man mir an. Als ob ich nicht schon selbst recherchiert hätte, was das Zeug hält. Ich brauchte keine Beratung, ich brauchte Unterstützung! Als mein Sohn 9 Monate alt war, bekam ich eine Känguru-Frau. Ich kann Känguru wirklich wärmstens empfehlen. Hier wird tatsächlich versucht zu helfen. Meine Känguru-Frau kommt nach wie vor etwa einmal die Woche für 2-3 Stunden. Ein Tropfen auf den heißen Stein, aber ich war und bin so unglaublich dankbar. Sie ist ein echter Segen.

Zum selben Zeitpunkt trat ich eine Mutter-Kind-Kur an. Die Bewilligung hätte einfacher nicht laufen können, was mich allerdings nicht sonderlich überraschte. Leider wurde mein Sohn krank und ich konnte zwei von den drei Wochen an keiner Behandlung mehr teilnehmen. Somit brachte mir das Ganze null komma nichts und vor allem bekam ich leider auch nicht die erhoffte Erholung. Ich wollte meinen Akku wieder aufladen aber dieses Ziel war wohl eindeutig zu hoch angesetzt.

Zurück zu Hause ging alles weiter wie bisher. Zusätzlich zum Mutterkampf musste ich schon wenige Tage nach der Geburt meines Zwerges wieder arbeiten. Ich bin Freelancer. Jetzt natürlich gezwungener Maßen nur noch von zu Hause aus. Nicht nur Geldsorgen zwangen mich sofort wieder zu arbeiten, sondern auch die Sorge meine wenigen Auftraggeber zu verlieren.

Und so arbeitete ich größtenteils während mein Baby in der Trage oder im Tuch an mir hing, vor dem Wickeltisch, auf dem mein Lap Top stand, tanzend und singend, damit mein Kleiner nicht schrie und hoffentlich einschlief. So zog sich das über das gesamte erste Jahr.

Dann konnten wir einen Kitaplatz ergattern. Die Eingewöhnung dauerte etwa einen Monat. Mein Sohn war von Anfang an ständig krank. Das ist generell nichts ungewöhnliches aber es war 1. Sommer und 2. meint „ständig“ tatsächlich ständig. Nach zwei Tagen Kita hatte er sich den nächsten Virus eingefangen und lag zwei bis drei Wochen flach.

Er hatte eine Bronchitis nach der anderen. Schließlich wurde es so schlimm, dass ich mit ihm ins Krankenhaus musste, mehrmals für 3-4 Tage. Er bekam keine Luft mehr. Seitdem muss er täglich zweimal zwei verschiedene Sprays inhalieren. Trotzdem besserte sich das häufige krank werden kein Stück. Bis heute kämpfen wir damit.

Über den KV möchte ich an dieser Stelle lediglich Folgendes schreiben: Es belastet mich sehr. Die Situation ist konfliktgeladen und wechselt zwischen totalem Desinteresse und plötzlichem Super-Papa-Gehabe. Mein Sohn kennt ihn bisher nicht. Er ist ein Fremder für ihn. Ich hoffe lediglich, dass mein Kleiner keine Schäden davon trägt, wenn der Umgang tatsächlich einmal regelmäßig vollzogen wird.

Bis hierhin erstmal!

die Single Mom