Was Trump mit der Situation von Alleinerziehenden zu tun hat

Was Trump und die Beziehung zwischen Deutschland und den USA mit der Situation von Alleinerziehenden und Trennungskindern zu tun hat:

Jeder hat die Bilder gesehen zwischen Angela Merkel und Donald Trump. Das Treffen, das so deutlich zeigte, wie es um die Beziehung zwischen Deutschland und den USA steht. Trump, der sich verhielt wie ein kleines, trotziges Kind. Merkel, die sich souverän, aber dennoch ratlos zeigte.

Denn: Wie soll man mit jmd. in Beziehung gehen, der das nicht möchte und sich völlig uneinsichtig zeigt, dem es lediglich um seine Machtposition geht, der sich narzisstisch, herrisch und entgegen des gesunden Menschenverstandes benimmt? Wie? Richtig – No Way! Das funktioniert einfach nicht!

Das sieht auch Frau Merkel. Sie erkennt aber ebenfalls, dass sie gezwungen ist, sich mit den USA in Beziehung zu begeben. Was tut eine schlaue Frau, wie Angela Merkel? Sie geht das Hintertürchen und lädt Trumps Tochter zum Frauengipfel nach Berlin ein. Das Mädel fühlt sich natürlich geehrt in so gehobener Runde sitzen und wohlmöglich sprechen zu dürfen und kommt der Einladung mit Freuden nach. Pluspunkt für Merkel. Wie es weiter geht wird sich zeigen.

Was hat der ganze Mist nun mit Alleinerziehenden oder gar Trennungskindern zu tun? Bist du selbst eine Single Mom, hast du’s längst gemerkt, worauf das Ganze anspielt:

In der Beziehung Deutschland – USA bzw. Merkel – Trump zeigt sich gerade prima exemplarisch, was Alleinerziehende tagtäglich durchmachen müssen. Mehr als die Hälfte der Single Moms gibt an, dass ihr Ex narzisstische Züge aufweist (um es sanft auszudrücken), dass die Kindsväter kleine oder größere Trumps sind. Die Mütter haben keine Wahl, sie werden gezwungen  mit diesen Männern in Beziehung zu gehen. Zum Kindswohl heißt es dann. Die Kinder werden nicht groß gefragt – auch sie müssen, ob sie wollen oder nicht, sie werden zum Kontakt mit ihren narzisstischen Vätern gezwungen! Ich erinnere nochmal: alles zum KINDSWOHL!

Worum geht es den Vätern dabei? Schaut euch nochmal Trump an, dann wisst ihr die Antwort: Klar! Es geht um Macht! Macht über die Mutter, die möglicherweise so dreist war, ihren narzisstischen Peiniger zu verlassen. Wie konnte sie das nur tun? Aber auch Macht über die Kinder, die vielleicht sogar ganz klar sagen: „Ich möchte bei Mama bleiben.“ Oder: „Mama hat das Richtige getan.“ Oder: „Ich will nicht zu Papa.“

Das kann der kleine, große Trump-Papa natürlich nicht auf sich sitzen lassen. Oft wird dann noch Macht auf die Mütter durch Beeinflussung der Kinder ausgeübt. Ganz großes Kino. Was das mit kleinen Kinderseelen macht, möchte ich mir gar nicht erst vorstellen.

Viele der Frauen haben jahrelangen psychischen und/oder körperlichen Terror hinter sich gebracht, bevor sie endlich den Mut aufbringen sich zu trennen. Und was passiert dann? Es geht weiter! Legalisiert von den deutschen Jugendämtern und Gerichten!

Jüngstes Armutszeugnis dessen: Die Stärkung des Wechselmodells auch GEGEN den Willen eines Elternteils. Logisch, wenn Papa oder Mama gezwungen werden Wechselfamilie zu spielen, hat das natürlich keine negativen Folgen für das Kind!

Deutschland mach die Augen auf! So kann es doch nicht weiter gehen. Wer kümmert sich denn um das Kind? Die Mutter, die tagtäglich vom KV terrorisiert wird. Dass dieser Terror Spuren hinterlässt, dürfte sogar Donald Trump klar sein und dass das Kind diese Spuren zu SPÜREN bekommt, auch!

Die terrorisierten Single-Moms haben leider keine Hintertür zu der Beziehung mit dem Kindsvater. Eine Ivanka Trump fehlt an dieser Stelle. Sie müssen da durch!

An die Vernunft der Väter zu appellieren, habe ich längst aufgegeben. Aber: Jugendamtsmitarbeiter, Richter, Verfahrensbeistände und Gutachter Deutschlands! Bitte geht in euch! Bitte! Entscheidet um Himmels Willen tatsächlich zum Wohle des Kindes! Ich bitte euch! Und wenn das nicht klar herauszufiltern ist, benutzt euren gesunden Menschenverstand und nicht unsinnig, widersprüchliche Paragraphen, die dringend Überarbeitung benötigen.

Danke! ❤️

Werbeanzeigen

Das Protokoll beginnt

7:00 Uhr aufstehen – ich bin völlig gerädert. Mein Sohn war stündlich wach. Wenn es hoch kommt, habe ich etwa 2 Stunden Schlaf bekommen. Nicht am Stück versteht sich.

7:05 Uhr – Kind wird wach, fängt an zu weinen. Ich tröste ihn. Er ist noch sehr verschleimt. Gestern war sein erster fieberfreier Tag. Er wird noch zu Hause bleiben müssen, zumal die Kita in dieser Woche vor Ostern ohnehin nur Notbetreuung bis um 16Uhr anbietet. Kita-Schließzeiten harmonieren definitiv nicht mit dem Leben von Alleinerziehenden.

7:10 – Kind hat sich beruhigt. Wir stehen auf. Ich gehe ins Kinderzimmer, um die Umstandsleggings herauszusuchen, die ich verkaufen will. Jemand hatte nach den genauen Marken gefragt

7:15 – Sohn fängt an zu weinen, weil ich ihm nicht die volle Aufmerksamkeit schenke.

7:20 – Sohn ist halbwegs beruhigt. Ich gehe ins Bad, um mich zu duschen. Sohn bekommt Früchteriegel in die Hand, in der Hoffnung, so in Ruhe duschen zu können. Es klappt. Dafür gibt es großes Drama beim Zähneputzen, weil er nicht mit den schmutzigen, nassen Stoffwindeln spielen durfte. Schließlich halte ich meinen über 11kg Sohn mit dem einen Arm, während ich mit dem anderen meine Zähne putze.

7:45 – Wir gehen in die Küche, um dem Kleinen Frühstück zu machen. Ich verzichte zur Zeit auf einen Teil der Mahlzeiten, damit er genug zu essen hat. Das Geld ist knapp. Den Kleinen stelle ich in seinen Learning Tower Marke Eigenbau. Ich mache mir einen Schwarztee und ihm Haferflocken mit püriertem Apfel.

8:00 – Frühstück essen. Katzen füttern.

8:15 – Ich schalte meine letzte große und sinnvollste Anschaffung ever an – unseren Staubrobotor. Danach ziehe ich meinem Sohn seine Schlafsachen aus, wasche und wickle ihn und ziehe ihn an. Es klappt überraschend reibungsfrei.

8:30 – Ich setze mich an den Laptop um zu arbeiten. Der Sohn ist mit seinen Spielsachen beschäftigt. Das muss ich ausnutzen.

8:35 – Sohn drückt den Aus-Knopf des Laptops – zum Glück nicht lange genug, so dass er nur im Ruhezustand ist.

8:47 – Sohn kommt freudestrahlend mit einer Zitronenschale an, die er aus dem Müll gefischt hat. Ich bringe sie zurück, zeige ihm sein Spielzeug und mache mich wieder an die Arbeit.

8:59 – Verdammt! Ich habe vergessen mit dem Kleinen zu inhalieren. Nachdem ich ihm „Die Sendung mit dem Elefanten“ angemacht habe, inhaliert er das Flutide mehr oder weniger erfolgreich. Ich lasse ihn noch 5 Minuten gucken, räume während dessen etwas auf und schäle dem Kleinen eine – vor der Mülltonne eines Biomarktes gerettete – Möhre. Etwa die Hälfte unserer Lebensmittel sind von uns vor dem Wegschmeißen bewahrt worden.

9:10 – Ich mache die Kindersendung aus und führe den Kleinen zu seinem Rutschauto. Die Ablenkung klappt und ich mache mich wieder an die Arbeit.

9:15 – Mein Sohn kommt und will erneut den Aus-Knopf drücken. Ich schnappe mir seine Fingerchen und spaße ein wenig mit ihm rum. Zufrieden zieht er wieder ab. Ich bleibe überrascht zurück und arbeite, nachdem ich mich gefangen habe, weiter.

9:18 – Ich höre, dass mein Kleiner mit dem Staubrobotor spielt und wäge ab, ob ich ihn lassen sollte, um ungestört arbeiten zu können oder ob ich das Gerät lieber vor der Vernichtung rette. Ich entscheide mich für Letzeres. Nachdem ich mit ihm ein passendes Spielzeug aus der Kiste geholt habe, setze ich mich wieder an den Computer.

9:25 – Mein Pflichtbewusstsein meldet sich und ich rufe schnell die Kita an, um Bescheid zu geben, dass der Kleine noch krank ist. Ich versuche auf den AB zu sprechen, doch die Verbindung bricht ab. Ich rufe nochmal an. Das Besetztzeichen strapaziert meine Nerven. Also beschließe ich erstmal weiter zu arbeiten. Während dessen höre ich meinen Sohn ununterbrochen husten. Eine schnelle Genesung und damit die Möglichkeit ihn wieder in die Kita zu bringen scheint wohl nicht in Sicht.

9:45 – Mein Kleiner kommt mit einer offenen Windelpackung an. Ich lasse ihn spielen, um in Ruhe arbeiten zu können. Er holt die Hälfte der Windeln heraus und verteilt sie auf dem Wohnzimmerfußboden.

IMG_1460

10:20 – Ich gehe in die Küche um das Mittagessen zu kochen. Während die Pfanne heiß wird, räume ich die Windeln weg. Mein Sohn gibt mir zu erkennen, dass er eine volle Windel hat. Ich werfe zwei Puffer in die Pfanne, drehe den Herd runter und wickle ihn. Dann wende ich die Puffer und wasche die Windel aus. Im Bad gib es wieder Tränen. Ich stelle meinen Sohn in den learning tower in der Küche und püriere gerettete Äpfel. Danach versuche ich noch einmal die Kita zu erreichen. Dieses Mal lässt mich der AB meinen Text zu Ende sprechen.

11:10 Mittagessen

11:25 Abräumen, Geschirrspülmaschine aus- und einräumen. Mein Sohn hilft. Anschließend koche ich mir einen YogiTea. Auf dem Schild des Teebeutels steht: „Es gibt nichts Wertvolleres als Selbstvertrauen.“ Ich bin anderer Meinung und gehe zum Laptop.

11:35 arbeiten – mein Sohn räumt den Tupperware-Schrank aus.

11:45 Ich räume den Schrank wieder ein und versuche mit meinem Sohn sein zweites Spray zu inhalieren. Er will nicht. Es ist ein einziger Krampf.

12:08 Kind muss gewickelt werden, danach Mittagsschlaf. Er weint, hört aber auf, als wir uns zusammen ins Bett kuscheln.

12:28 schläft er. Ich rufe einen potentiellen neuen Auftraggeber an, der mir eine Bestätigung für unser Vorstellungsgespräch am Mittwoch schuldig ist.

12:40 arbeiten

12:47 Kind fährt schreiend aus dem Schlaf hoch, ich eile zu ihm und helfe ihm wieder einzuschlafen.

12:52 arbeiten

13:18 Mein Sohn ist erneut schreiend aufgewacht. Ich bleibe mit ihm im Bett liegen und arbeite so gut es geht auf dem Handy weiter.

14:40 Mein Sohn wacht auf. Ich überlege, wann er das letzte Mal so lange Mittagsschlaf gemacht hat. Die unruhige Nacht und seine noch nicht komplett auskurierte Erkältung werden wohl dafür verantwortlich sein. Er weint, ich tröste und mache ihm anschließend Vesper. Er isst nur ein paar Krümel. Sehr ungewöhnlich für ihn.

15:00 Anschließend gebe ich ihm die letzten Löffel von seinem Zwiebelsaft.

15:10 Morgen haben wir einen Termin, um einen Kinderreisepass zu beantragen. Ich vergewissere mich, dass ich alle Unterlagen habe, die wir dafür brauchen und Hefte noch das Passbild meines Sohnes dazu. Es ist vom Dezember letzten Jahres, unseren letzten Termin im Januar musste ich wegen Krankheit absagen. Die Kitaviren hatten uns damals beide umgehauen.

15:15 Ich überweise den fälligen Betrag für meine Rechtschutzversicherung für Selbständige. Anschließend habe ich Magenschmerzen. Die Summe ist angehoben worden und ich überlege erneut, ob diese Versicherung wirklich sein muss.

15:18 Meine Sorgen sind schnell vergessen, als es plötzlich scheppert und der Rest des Vespers unter dem Tisch liegt. Ich mache sauber und atme durch.

15:25 Ich ziehe meinen Sohn warm an, denn um halb4 kommt die Känguru-Frau. Neben der Kita ist sie meine einzige Entlastung. Einmal die Woche nimmt sie den Kleinen für bis zu drei Stunden. Oft musste auch das ausfallen, weil er krank war.

15:32 Ich sehe meine gute Seele schon vom Fenster aus und gehe ihr mit dem Kleinen entgegen. Übergabe! Durchatmen!

15:40 arbeiten

16:30 Auszeit – lesen

16:50 Sohn und Känguru-Frau sind zurück. Sohn will sofort zu mir und nicht mehr weg. Beim Versuch weint er. Känguru-Frau tröstet ihn aber lieb und lenkt ihn mit Spielzeug ab. Es gelingt.

17:15 Ich bereite das Abendbrot für uns vor.

17:30 Abendbrot essen

17:45 Geschirr weg räumen, Küche sauber machen, Katzen füttern

18:00 Zugticket für Mittwoch ausdrucken / Inhalation mit Sohnemann

18:10 Zähne putzen und waschen – Sohn und ich

18:20 Känguru-Frau macht Kind bettfertig

18:30 Känguru-Frau verabschieden

18:40 nächste Inhalation 

18:58 Fingernägel des Kleinen schneiden

19:00 Sohn ins Bett bringen / Buch lesen / Lied singen / hinlegen

19:56 Sohn schläft aber sehr leicht und unruhig. Ich beschließe bei ihm im Bett zu bleiben. Er würde sonst direkt wieder aufwachen.

20:00 Ich lese ein EBook auf dem Handy.

20:14 Kind wacht schreiend auf, hustet viel und bekommt schlecht Luft

20:24 Sohn schläft wieder. Ich kaufe und bezahle eine Wasserspielstraße für den Sommer via Kleinanzeigen. Danach lese ich weiter.

20:38 Der Kleine wacht erneut auf. Mithilfe seines Sleep Sheep-Gerätes kann ich ihm um 20:44 beruhigen.

20:50 Ich habe Hunger und schleiche raus um etwas zu essen.

21:06 Nachdem ich halbwegs gesättigt bin von dem, was der Kleine beim Vesper und Abendessen übrig ließ, wage ich es eine Serie anzuschalten. Er jammert ein paar Mal, wird aber nicht richtig wach.

22:00 Ab ins Bett. Kann lange nicht einschlafen. Zu viele Sorgen und Ängste kreisen in meinem Kopf.

22:24 Sohn wird wach, schläft aber schnell wieder ein.

22:38 Er wacht erneut auf.

23:20 Sohn wacht auf.

1:32 Sohn wacht auf.

4:30 Sohn wacht auf.

5:30 Sohn wacht auf.

Wer wir sind & warum wir unser Leben teilen

Was das soll:

Dieser Blog entstand aufgrund eines Aufrufs, 48 Stunden lang Einblick in sein Leben als Alleinerziehende zu geben. Die Idee fand ich super aber nicht ausreichend. 2 Tage sind einfach zu kurz.

Ich versuche die Aktion zu verlängern, kann aber nicht voraussagen, ob mir das tatsächlich gelingen wird. Die Gründe sind offensichtlich. Wenn nicht – einfach mal einen Blick in den Blog werfen! 😉

Update:

Wie der aufmerksame Leser schon gemerkt hat, habe ich mich entschlossen, die Tagesprotokolle nicht regelmäßig zu veröffentlichen und schon gar nicht jeden Tag. Das ist einfach zu viel Arbeit in meinem ohnehin schon arbeitsreichen Leben als Single Mom. Ich behalte mir aber vor, hin und wieder den einen oder anderen Tag zu ergänzen, um weitere Einblicke in unser Leben zu gewähren.

Ansonsten werde ich mich – ebenfalls unregelmäßig – sicher zu dem einen oder anderen Blogeintrag zum Thema hinreißen lassen. Allein schon deshalb, um auf uns Alleinerziehende und unsere Situation aufmerksam zu machen.

Wer wir sind:

Wir,  das sind mein kleiner 1 1/2jähriger Sohn und ich, seine Mama, alleine von Anfang an. Schon zu Beginn der Schwangerschaft musste ich mich vom Kindsvater trennen. Wir kannten uns erst einen Monat, als ich schwanger wurde. Sein Alkoholismus und der ständige psychische und körperliche Terror hatten Überhand genommen, weshalb ich das heranwachsende Leben in mir und mich in Sicherheit brachte.

Bis hierher war es ein hartes Stück Arbeit und das ist es nach wie vor. Mein Sohn war bis zum 7ten Lebensmonat ein klassisches Schreibaby, die Probleme mit dem KV, der mich nun schriftlich tyrannisierte und die anderen Herausforderungen, mit denen ich während der Schwangerschaft zu kämpfen hatte, haben wohl ihren Teil dazu beigetragen. Jeder Tag mit meinem schreienden Baby war wie ein Klippensprung.

Ich kämpfte, ich kämpfte so sehr! Schreien lassen kam für mich nicht in Frage. Also stapfte ich durch den Sumpf der Burn Outs, des unbändigen Schlafmangels, funktionierte nicht mehr wie ein Mensch aber wie eine Maschine, die täglich ihr Programm abfährt.

Hilfesuche beim Jugendamt, Wellcome und Co. scheiterten. Niemand nahm die Situation wirklich ernst. Beratung bot man mir an. Als ob ich nicht schon selbst recherchiert hätte, was das Zeug hält. Ich brauchte keine Beratung, ich brauchte Unterstützung! Als mein Sohn 9 Monate alt war, bekam ich eine Känguru-Frau. Ich kann Känguru wirklich wärmstens empfehlen. Hier wird tatsächlich versucht zu helfen. Meine Känguru-Frau kommt nach wie vor etwa einmal die Woche für 2-3 Stunden. Ein Tropfen auf den heißen Stein, aber ich war und bin so unglaublich dankbar. Sie ist ein echter Segen.

Zum selben Zeitpunkt trat ich eine Mutter-Kind-Kur an. Die Bewilligung hätte einfacher nicht laufen können, was mich allerdings nicht sonderlich überraschte. Leider wurde mein Sohn krank und ich konnte zwei von den drei Wochen an keiner Behandlung mehr teilnehmen. Somit brachte mir das Ganze null komma nichts und vor allem bekam ich leider auch nicht die erhoffte Erholung. Ich wollte meinen Akku wieder aufladen aber dieses Ziel war wohl eindeutig zu hoch angesetzt.

Zurück zu Hause ging alles weiter wie bisher. Zusätzlich zum Mutterkampf musste ich schon wenige Tage nach der Geburt meines Zwerges wieder arbeiten. Ich bin Freelancer. Jetzt natürlich gezwungener Maßen nur noch von zu Hause aus. Nicht nur Geldsorgen zwangen mich sofort wieder zu arbeiten, sondern auch die Sorge meine wenigen Auftraggeber zu verlieren.

Und so arbeitete ich größtenteils während mein Baby in der Trage oder im Tuch an mir hing, vor dem Wickeltisch, auf dem mein Lap Top stand, tanzend und singend, damit mein Kleiner nicht schrie und hoffentlich einschlief. So zog sich das über das gesamte erste Jahr.

Dann konnten wir einen Kitaplatz ergattern. Die Eingewöhnung dauerte etwa einen Monat. Mein Sohn war von Anfang an ständig krank. Das ist generell nichts ungewöhnliches aber es war 1. Sommer und 2. meint „ständig“ tatsächlich ständig. Nach zwei Tagen Kita hatte er sich den nächsten Virus eingefangen und lag zwei bis drei Wochen flach.

Er hatte eine Bronchitis nach der anderen. Schließlich wurde es so schlimm, dass ich mit ihm ins Krankenhaus musste, mehrmals für 3-4 Tage. Er bekam keine Luft mehr. Seitdem muss er täglich zweimal zwei verschiedene Sprays inhalieren. Trotzdem besserte sich das häufige krank werden kein Stück. Bis heute kämpfen wir damit.

Über den KV möchte ich an dieser Stelle lediglich Folgendes schreiben: Es belastet mich sehr. Die Situation ist konfliktgeladen und wechselt zwischen totalem Desinteresse und plötzlichem Super-Papa-Gehabe. Mein Sohn kennt ihn bisher nicht. Er ist ein Fremder für ihn. Ich hoffe lediglich, dass mein Kleiner keine Schäden davon trägt, wenn der Umgang tatsächlich einmal regelmäßig vollzogen wird.

Bis hierhin erstmal!

die Single Mom